Preis der Thurgauer Wirtschaft 2024 geht an Corvaglia

Text: pd
Die Chance ist deshalb sehr gross, dass jeder von uns schon mal mit einem Produkt des Unternehmens in Kontakt gekommen ist. Neben der Verschlussproduktion entwickelt Corvaglia neue Verschlüsse und beliefert andere Produzenten mit hochwertigen Spritzgussformen.
Corvaglia bietet innovative Verschlusslösungen für PET-Flaschen und hat damit weltweit Massstäbe gesetzt. 1991 gründete der namengebende Romeo Corvaglia in Steckborn die Einzelfirma «Corvaglia Development» – mit der Vision, ganzheitliche Verschlusslösungen zu produzieren.
Innerhalb von über drei Jahrzehnten ist mit zahlreichen Mitarbeitern, drei Standorten und einem internationalen Partnernetzwerk eine Firmengruppe entstanden, zu deren Kunden unter anderem die ganz Grossen der Getränkeindustrie wie Coca Cola, Pepsi oder Nestlé gehören.
Seit 2015 wirkt Michael Krüger als CEO der Corvaglia-Gruppe. Er trat die Nachfolge von Gründer und Eigentümer Romeo Corvaglia an, der sich seither den Aufgaben im Verwaltungsrat widmet und seit zwei Jahren auch wieder verstärkt operative Aufgaben wahrnimmt, um das Wachstum der Unternehmensgruppe zu unterstützen.
Verschluss bleibt zukünftig an der Flasche
Eine besondere Stärke von Corvaglia liegt in der voll integrierten Prozesskette. Das Unternehmen hat umfassende Kompetenzen: von der Entwicklung von neuen Verschlüssen, dem Formenbau, über die Produktion von Verschlüssen bis zu deren Applikation. Somit kann Corvaglia auch Mitbewerber mit neuen Verschlussdesigns oder Produktionsmitteln versorgen, was für den hohen Kompetenzgrad des Thurgauer Unternehmens spricht.
Auf das laufende Jahr hin musste der Betrieb bei Corvaglia umgestellt werden. Grund dafür ist eine neue EU-Richtlinie, die vorschreibt, dass die Verschlüsse von Getränkeflaschen nicht mehr komplett vom Behälter getrennt werden sollen. Der Verschluss bleibt dank eines neuen Designs auch nach der Öffnung am Flaschenhals, woraus man sich weniger Umweltverschmutzung durch weggeworfene Deckel verspricht.
Allein in Europa sind 1300 Abfüllanlagen von dieser Veränderung betroffen. Corvaglia unterstützt zahlreiche davon bei der Umrüstung. Obwohl die Schweiz eigentlich nicht mitziehen müsste, werden wir auch hierzulande bald aus PET-Flaschen mit festen Verschlüssen trinken. Der Schweizer Markt ist zu klein, als dass es sich für Produzenten lohnen würde, weiterhin einen nicht-angebundenen Deckel im Einsatz zu haben.
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Ein Stück Thurgau in der ganzen Welt
Verschiedene Kriterien werden für die Jury des Thurgauer Wirtschaftspreises seitens Corvaglia erfüllt: Es ist durch und durch ein Thurgauer Unternehmen – gegründet in Steckborn am Bodensee und heute südthurgauischen Eschlikon beheimatet. Mit rund 160 Personen am Standort ist das Unternehmen ein wichtiger Arbeitgeber in der Region. Mit einem Anteil von 20 Prozent im weltweiten Markt von PET-Verschlüssen strahlt das Unternehmen weit über den Kanton hinaus – auch wenn nicht jede durstige Person weiss, dass sie ein Stück «Thurgau» in den Händen hält.
Daneben wertet die Jury innovative Entwicklungen wie die automatisierte Produktion sowie die Entwicklung von an der Flasche fixierten Deckeln als auszeichnend. Zudem werden mit der Produktion von leichteren Verschlüssen im Jahr über 5000 Tonnen Kunststoff gespart und somit weniger Ressourcen verbraucht.
Die Preisverleihung wird am Dienstag, 27. August 2024, bei Corvaglia in Eschlikon stattfinden.
Der Thurgauer Wirtschaftspreis (vormals Motivationspreis der Thurgauer Wirtschaft) wird von vier Partnern getragen – der Industrie- und Handelskammer Thurgau, dem Thurgauer Gewerbeverband, der Thurgauer Kantonalbank sowie dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft des Kantons Thurgau. Der Preis wurde im Jahr 1999 erstmals verliehen.
Die Jury besteht aus neun Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Der Preisträger erhält eine an die Region angelehnte Trophäe, den so genannten «Thurgauer Apfel», sowie einen Barbetrag von 10'000 Franken. Mit dem Preis werden Unternehmen oder Unternehmensgruppen, Gemeinden, Verbände und andere Organisationen sowie in Ausnahmefällen einzelne Personen mit herausragenden Leistungen für den Wirtschaftsstandort Thurgau ausgezeichnet.
Die bisherigen Preisträger:
- Stadt Frauenfeld (1999)
- Mittelthurgaubahn (2000)
- Max Zeller Söhne AG (2001)
- Apotheke Zur Rose (2002)
- AgroMarketing Thurgau (2003)
- Kartause Ittingen (2004)
- Weinfelder Model-Gruppe (2005)
- Aadorfer Griesser-Gruppe (2006)
- Klinik Schloss Mammern (2007)
- Bischofszell Nahrungsmittel AG (2008)
- Stadler Rail AG in Bussnang (2009)
- Mosterei Möhl AG in Arbon (2010)
- Esge AG (bamix) in Mettlen (2011)
- Baumer Group in Frauenfeld (2012)
- Rausch AG in Kreuzlingen (2013)
- Kifa AG in Aadorf (2014)
- Chocolat Bernrain AG in Kreuzlingen (2015)
- Schweizerische Bodensee Schifffahrtsgesellschaft AG in Romanshorn (2016)
- Stutz AG in Hatswil (2017)
- Ifolor AG in Kreuzlingen (2018)
- De Martin AG in Wängi (2019)
- Gottlieber Spezialitäten AG in Gottlieben (2020)
- HRS Real Estate AG in Frauenfeld (2021)
- Bernina International AG in Steckborn (2022)
- ISA Sallmann AG in Amriswil (2023)