Führungswechsel beim Verein St.Galler Rheintal

Text: PD/stz.
Die Zeichen stehen auf Veränderung beim Verein St.Galler Rheintal. «Abschied», «Begrüssung» und «Wahlen» waren die Stichworte, welche die Delegiertenversammlung des VSGR prägten.
Die Delegierten verabschiedeten den langjährigen Präsidenten Reto Friedauer, begrüssten viele neue Delegierte und wählten einen neuen Präsidenten, ein neues Vorstandsmitglied und zwei neue Delegierte. Auch werden Fachgruppenpräsidien neu besetzt. Die Delegierten werden von den jeweiligen Organisationen in den Verein delegiert.
Nur die Delegierten Gesellschaft werden durch die Delegiertenversammlung gewählt. Für die zurückgetretenen Andrea Hofacker und Melitta Eugster (Rücktritt per Ende 2023) hat die Versammlung neu Monika Sieber, Au, und Pfarrer Marcel Wildi gewählt.
Als neues Vorstandsmitglied wählten die Delegierten Ralph Lehner, Gemeindepräsident von Diepoldsau. Er übernimmt den Vorsitz der Fachgruppe Energie. Deren bisheriger Präsident, Christian Sepin, wechselt zur Fachgruppe Verkehr und übernimmt dort den Vorsitz.
Mit dem Rücktritt von Reto Friedauer verabschiedet sich ein engagierter und visionärer Präsident von der regionalen Bühne. Seit seinem Eintritt in den Vorstand des VSGR im Jahr 2011 hat er in nahezu allen Fachbereichen aktiv mitgewirkt und zahlreichen regionalen Initiativen zu einem erfolgreichen Start verholfen.
So trug er unter anderem entscheidend zur Schaffung der Fachstelle Integration bei. Diese wurde erfolgreich in die Vereinsstrukturen des VSGR eingebunden und hat sich als unverzichtbare Anlaufstelle für Integrationsfragen etabliert. Ferner spielte er eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der Marke rheintal.com, mit der die Region als attraktiver Wirtschaftsstandort positioniert wird.
Nicht zuletzt war Reto Friedauer als erster Präsident des Vereins Agglomeration Rheintal massgeblich beteiligt an der erfolgreichen Einreichung des Agglomerationsprogramms Rheintal – mit der Aussicht auf Fördermittel des Bundes für Infrastrukturprojekte in der Höhe von rund 24 Millionen Franken.
Diese Erfolge sind nicht nur Ausdruck seines persönlichen Engagements, sondern auch das Resultat seiner Fähigkeit, verschiedene Akteure zu vernetzen und breite Unterstützung zu gewinnen.
«Reto Friedauer hat mit seinem politischen Fingerspitzengefühl und seiner Leidenschaft für die Entwicklung unseres Lebens- und Wirtschaftsraums Rheintal einen bleibenden Eindruck hinterlassen», sagte Ruedi Mattle in seiner Würdigung. «Wir werden sein Erbe weitertragen und die begonnenen Initiativen mit dem gleichen Engagement vorantreiben.»
«Es ist an der Zeit, neue Wege zu gehen, und ich bin zuversichtlich, dass der Verein unter der neuen Führung weiterhin erfolgreich sein wird», sagte Friedauer in seiner Abschiedsrede.
Mit Ruedi Mattle, dem Altstätter Stadtpräsidenten, übernimmt ein erfahrener und gut vernetzter Nachfolger die Führung des VSGR. Als Vizepräsident und Präsident der Fachgruppe Verkehr konnte er bereits wertvolle Erfahrungen in der regionalen Zusammenarbeit sammeln, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Gleich neun Delegierte traten auf Ende der Amtsdauer zurück. Reto Friedauer bedankte sich bei ihnen für ihr Engagement für die Region. Mit Karl Köppel, dem ehemaligen Ortsgemeindepräsidenten von Widnau, tritt ein Delegierter und Vorstandsmitglied der ersten Stunde zurück. Friedauer dankte Köppel für sein grosses Engagement über fast 20 Jahre im VSGR.
Der Verein St.Galler Rheintal (VSGR) koordiniert Aufgaben in der Region, die nicht nur einen kommunalen, sondern einen regionalen Blickwinkel benötigen. Obwohl der VSGR keine vierte Staatsebene ist und somit keine Verfügungsmacht besitzt, spielt er eine wichtige Rolle bei der regionalen Entwicklung – in enger Zusammenarbeit mit den zwölf Mitgliedergemeinden und der Rheintaler Wirtschaft.
Auch bei der Finanzierung der vielfältigen Tätigkeiten kann auf den regionalen Zusammenhalt gezählt werden. So finanzieren sich die Aufgaben mehrheitlich durch Beiträge der zwölf Mitgliedergemeinden, des Kantons St.Gallen, des AGV Rheintal, der Rheintaler Ortsgemeinden, von Stiftungen sowie unzähligen Partnern aus der Wirtschaft.