Daguati: «Strategische Standortentwicklung ist notwendiger denn je»

Text: PD/stz.
Die Mitglieder wählten Sara Carnazzi Weber (Polinomica GmbH) und Douglas Finazzi (Institut für Jungunternehmen) als neue Mitglieder in den Vorstand des Dachverbands der Schweizer Standort- und Wirtschaftsförderungen. Damit erhalten sowohl das Tessin als auch die Westschweiz eine Stimme im Vorstand. Der bisherige Vorstand – Katharina Hopp (AXA Investment Managers), Stefan Otziger (Wirtschaftsraum Thun), Markus Müller (Soulworxx GmbH), Jasmina Ritz (Limmatstadt AG), Albert Schweizer (Stadt Schlieren) sowie Remo Daguati (LOC AG) – wurde für weitere zwei Jahre gewählt.
Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz sichern
In seiner Ansprache hob Präsident Remo Daguati hervor, dass die Schweiz sich in einer Art Zeitenwende einem härteren Standortwettbewerb gegenübersehe, verstärkt durch staatliche Förderprogramme und technologisches Wettrüsten.
Trotz ihrer relativen wirtschaftlichen Stabilität leide die Schweiz unter Wachstumsmüdigkeit und strukturellen Problemen, etwa steigenden Flächenpreisen und langen Genehmigungsprozessen für Schlüsselareale. Strategische Standortentwicklung sei notwendiger denn je, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz langfristig zu sichern.
Rückblick aufs Verbandsjahr 2024
Das Jahr 2024 stand ganz im Zeichen der Umbenennung, Neupositionierung und nationalen Ausrichtung von Netzwerk Standort Schweiz. Dieses Ziel wurde im vergangenen Jahr konsequent verfolgt. Mit Thomas Bohn, CEO der Greater Geneva Bern area, konnte ein Vertreter aus der Westschweiz für einen Jury-Sitz für die jährlich ausgelobten Awards des Verbands gewonnen werden. Zudem überschritt der Verband im Verbandsjahr erstmals die Marke von 100 Mitgliedern.
Areale und Standorte entwickeln
Neben der ordentlichen Generalversammlung standen in der Gleisarena in Zürich zwei Praxisinputs aus der Standort- und Wirtschaftsförderung auf dem Programm: Urs Durrer, Vorsteher des Amts für Wirtschaft des Kantons Schwyz, zeigte Best Practice in der Arealentwicklung am Beispiel des Kantons Schwyz auf.
Karin Bührer, Geschäftsführerin von Entwicklung Schweiz, befasste sich damit, was es braucht, um den Raum in der Schweiz heute so zu planen und zu gestalten, dass sich Menschen und Unternehmen langfristig entwickeln können. Der abschliessende Apéro bot den rund 60 Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz die Möglichkeit zum fachlichen Austausch und zum Networking.
Alle Bilder des Anlasses finden Sie hier: netzwerkstandortschweiz.ch
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Netzwerk Standort Schweiz
Der Dachverband der Standort- und Wirtschaftsförderungen wurde 1998 gegründet. Der Verband versteht sich als praxisorientierte und unabhängige Anlaufstelle für Fragen rund um das Standortmanagement und die Wirtschaftsförderung. Netzwerk Standort Schweiz zählt über 100 Mitglieder aus den Bereichen Standortförderung, Regionenmarketing, Wirtschaftsförderung, Arealentwicklung, Raumplanung und Immobilien.
Der Verband fördert den interdisziplinären Erfahrungsaustausch und das Networking und setzt sich für die Aus- und Weiterbildung ein. Mit der Veranstaltungsreihe «Dialog» organisiert Netzwerk Standort Schweiz halbjährlich eine Fachtagung. Seit 2007 vergibt der Verband Awards für innovative Projekte in den Bereichen Standort- und Wirtschaftsförderung und wählt eine verdiente Persönlichkeit zur Standortmanagerin bzw. zum Standortmanager des Jahres.
Die neuen Vorstandsmitglieder
Sara Carnazzi Weber stammt aus dem Tessin und lebt heute in der Region Zürich. Sie war während vieler Jahre als Analystin im Bereich Regionalanalysen und Volkswirtschaft für die Credit Suisse tätig, zuletzt als Head of Swiss Economics. Im vergangenen Jahr hat sich Sara Carnazzi Weber mit ihrer Firma Polinomica GmbH selbstständig gemacht: Das unabhängige Beratungsunternehmen erarbeitet fundierte Entscheidungsgrundlagen für Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Sara Carnazzi Weber ist Mitglied des Rats für Raumordnung sowie des Wissenschaftlichen Beirats der KOF Konjunkturforschungsstelle. Als Vorstandsmitglied von Netzwerk Standort Schweiz wird sie den Verband dabei unterstützen, im Tessin Fuss zu fassen.
Douglas Finazzi lebt in Lausanne und ist als Direktor Romandie und Tessin für das Institut für Jungunternehmen IFJ tätig. In dieser Funktion ist er insbesondere in der Westschweiz bestens vernetzt und damit ideal geeignet, die Ausweitung der Verbandstätigkeit von Netzwerk Standort Schweiz in der französischsprachigen Schweiz voranzutreiben. Neben seiner Arbeit beim IFJ ist Douglas Finazzi mit seiner eigenen Firma C’mon Sports aktiv: Die Sport-Business-Agentur fungiert als strategischer Partner bei datengesteuerten Strategien und ermöglicht es Vereinen, Sportlern, Marken und Organisationen, ungenutztes Umsatzpotenzial zu erschliessen. Im Weiteren ist Douglas Finazzi als J+S-Experte American Football für das BASPO tätig.