Kolumne

Gegen die organisierte Kooperation von Staat und Wirtschaft

Gegen die organisierte Kooperation von Staat und Wirtschaft
Robert Nef
Lesezeit: 1 Minuten

Die Verstaatlichungsmaschinerie läuft seit 30 Jahren wie geschmiert – und kaum jemand wehrt sich wirksam dagegen.

Heute wird nämlich von vielen bis in liberale Kreise hinein ein Modell propagiert, das zu einer «besseren Kooperation zwischen Staat und organisierter Wirtschaft» führen soll. Dies entspricht dem Wirtschaftsmodell des Korporatismus. Das fragwürdige «Modell» stimmt weitgehend mit der «Verwaltungsphilosophie» der EU überein und führt immer mehr in die Krise zunehmender Regulierung und abnehmender Produktivität.

Da es nicht im Fokus der populären «Links-Rechts-Diskussion» liegt und auch von vielen National-Konservativen unterstützt wird, bleibt das heikle Thema weitgehend ausserhalb der medialen und wissenschaftlichen Debatte. Sozialdemokraten und Bürgerliche hoffen je auf eine Vernetzung von Staat und Wirtschaft im jeweiligen Sonderinteresse ihrer Wählerschaft.

Auch in der Schweiz bewegen wir uns in Richtung eines Staatsverständnisses, in welchem die Verwaltung als kundenfreundliches öffentliches Dienstleistungsunternehmen, geschützt durch Monopole und Quasimonopole, ihre Kundschaft so verwöhnt, dass sie gar nicht mehr merkt, wer eigentlich was und wie bezahlt.

In der Regel geht vieles via Schulden auf Kosten der nächsten Generation oder via Steuererhöhung auf Kosten des Mittelstandes, der sich nicht politisch wirksam gegen mehr Steuern wehren kann. Jeder greift in die Tasche des anderen – und wehe, wenn da noch etwas drin ist.

Wir werden alle schrittweise von umsorgten Kunden zu abhängigen Klienten und letztlich zu versorgungssüchtigen, unmündigen Untertanen. Was heute als «Sparübung», als «Verschlankung» und «Förderung» praktiziert wird, führt häufig nur zum Hinauszögern radikaler und nachhaltiger Reformen.

Text: Robert Nef

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